Ab 1905 entstanden die unterschiedlichen Häuser der Krenkelstiftung – infolge einer großzügigen Spende des Theologen Peter Maximilian Krenkel an die Stadt Chemnitz. Die Wohnungen sollten vor allem ärmeren Bevölkerungsschichten zugute kommen – zur Entstehungszeit war bezahlbarer und dennoch attraktiver Wohnraum noch eine seltene Ausnahme. Architekt war Richard Möbius, der sich bereits in Dresden mit den Plänen des heutigen Opernhauses einen Namen gemacht hatte und auch das Antlitz von Chemnitz durch repräsentative Bauten positiv veränderte.
Trotz der historischen Bedeutung und des hohen Stellenwerts des Architekten sollte das Ensemble eigentlich abgerissen werden, der Abrissantrag war bereits gestellt. Die LW rettete die historische Bausubstanz buchstäblich in letzter Minute vor dem Abriss, indem sie die Gebäude mit der Absicht erwarb, sie zu sanieren. Im Mai 2007 wurde mit den Renovierungsarbeiten begonnen. Im Februar 2008 – nach zehn Monaten Bauzeit – waren die Sanierungsarbeiten an der gesamten Anlage abgeschlossen, die ersten Mieter konnten ihre neuen Wohnungen beziehen.
Alle Wohnungen erhielten neue Fenster, die streng nach dem historischen Vorbild gefertigt wurden. Die historisch wertvollen Wohnungseingangstüren blieben erhalten und wurden restauriert, die Balkone wurden mit Brüstungsgeländern nach altem Vorbild ausgestattet. Bei der Innensanierung wurde besonderer Wert darauf gelegt, eine breite Palette neuer Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen und unterschiedlichen Ausstattungsstandards anzubieten, wobei historische Details wie verzierte Türrahmen, erhaltenswerte Dielen, Holzfensterbretter oder beispielsweise ein erhaltener Kachelofen restauriert und in die Gestaltung integriert wurden. Mit der gleichen Liebe zum Detail wurde auch mit der Außenfassade, dem Dach und den Außenanlagen umgegangen.










